02 Konzept

Wie es zu dem Projekt kam…

Für Nicole Brüggmann, die Initatorin des Projektes Light On – Hannover, ist die thematische Auseinandersetzung mit der Stadt ebenso wesentlich, wie die Atmosphäre, die sie umgibt. Die Innenarchitektur-Studentin ist in Hannover aufgewachsen, hat hier gearbeitet und studiert.
Ein längerer Auslandsaufenthalt schärfte ihren Blick auf Hannover.

Vor allem die letzten Jahre, haben ihr verdeutlicht, dass in Hannover langsam eine Veränderung stattfindet, eine Art Identitätsfindung. So kam der Gedanke, diese Veränderung zu spiegeln, auf eine kreative Weise aufzuzeigen. Welcher Ort eignet sich da mehr, als das Wahrzeichen Hannovers, das Neue Rathaus.

Studium…

In Hannover studiert ein großes kreatives Potenzial, welches sich aber wenig im öffentlichen Raum zeigt.

Da es in den verschiedenen Design-Studiengängen die Möglichkeit gibt eigene Konzepte zu entwickeln, entschied sich Frau Brüggmann dazu, eine Konzeptidee zu dem Thema Stadtgeschichte zu schreiben, mit dem Ziel es in moderner Form aufzubereiten und nach Möglichkeit multimedial umzusetzen. Sie will Hannovers Stadtgeschichte in den Raum des Neuen Rathauses bringen und erlebbar machen. Nachdem diese Idee verschiedenen städtischen Institutionen vorlag, wurde es von Seiten des Kulturbüros an das Stadtarchiv weiterempfohlen. Somit war der erste Schritt einer Realisierung getan. In Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover wurde dem Projekt die Möglichkeit geboten, es umzusetzen.

Konzept…

Das Konzept beruht auf die Einbindung der Kuppelhalle im Neuen Rathaus, mit seinen vier Stadtmodellen. Die spezielle Architektur beeindruckt spätestens bei dem Besuch der Kuppelhalle. Vor allem hilft auch die modelhafte Darstellung von vier verschiedenen Epochen aus der Stadtgeschichte, die starken Verluste Hannovers nachzuvollziehen.

Mit diesen Aspekten und dem kreativen Anspruch liess sich die Verwaltung des Neuen Rathauses, das Stadtarchiv Hannover und das Kulturbüro von der Idee überzeugen. Der Kostenfaktor ist wegen der Projektionen sehr hoch, so dass es notwendig war, Sponsoren zu finden. Mehrere Gespräche mit Professoren und unserem Fakultätsdekan, Herrn Dr. Hüper, führten zu der Überzeugung, das dieses Projekt sehr unterstützenswert ist und wird somit von der Fachhochschule mit einer beträchtlichen Summe gesponsort. Dies ist eine große Auszeichnung und Chance für neue Wege der Kommunikation unserer Kreativität im öffentlichen Raum. Weiterhin gibt es weitere Menschen und Firmen, die viel Energie und finanzielle Mittel in dieses Projekt mit einfliessen lassen.

Nachdem die ersten Schritte getan waren, wurden weitere Studenten aus allen Design & Medien-Studiengängen mit in das Projekt involviert. Für ein Projekt von dieser Größe ist es dringend notwendig ein motiviertes, kreatives Team aufzustellen, um dies zu verwirklichen. Da Studenten in der Regel noch Hilfestellungen benötigen, wurden Professoren und ein professionelles Team von Licht-, Video- und Soundtechnikern hinzugezogen, die letztendlich auch die Umsetzung in der Kuppelhalle sicherstellen. Ein Musikproduzent verwirklicht den musikalischen Hintergrund.

Für die historische Richtigkeit sorgt das Stadtarchiv Hannover, indem es Szenen für Szenen mit den Studenten durchgeht und auf Besonderheiten hinweist.

Das Konzept lebt von einer interdisziplinären Zusammenarbeit, in der verschiedene Bereiche sich ergänzen und alles zu einem Ganzen führen. Multimedia, Innenarchitekur, Licht, Sound und Mensch bilden die Grundsubstanz des Ganzen.

Wir hoffen, das ein breites Publikum unsere Aufführungen als ganz besondere Eindrücke mit nach Hause nimmt.